Gemeinde Haiterbach

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Erzgrube

Seewald-Erzgrube

Erzgrube wurde um das Jahr 1700 von Johann Marquard mit einer Wirtschaft für Flößer und Holzhauer gegründet und wuchs bald zu einer Ortschaft heran. 1828 zählte der Ort 129 Einwohner, 1870 schon 246. Der Platz war gut gewählt, weil durch die Einmündung des Stutzbaches und anderer Nebenbäche die Nagold von hier aus reicher an Wasser und damit besser flößbar wurde. An der Einmündung wurde eine "Einbindstube" für jene Flöße angelegt, die auf der Nagold, der Enz und dem Neckar bis zum Rhein und von dort bis nach Holland befördert wurden.

Es kostete viel Aufwand, die Nagold, die so nahe ihrem Ursprung noch ein bescheidener Bach war, für die Flößerei nutzbar zu machen. In der Zeit der Schneeschmelze konnte sich die Nagold allerdings zu einem reißenden Strom entwickeln, der in den flußabwärts gelegenen Städten Altensteig, Nagold und Calw gefährliche Überschwemmungen verursachte. 1911 wurde das letzte Floß in der Erzgrube abgelassen.  

Den Namen hat der Ort vom Bergbau auf Eisenerz, der hier vielleicht schon seit dem Mittelalter betrieben wurde, wegen geringer Ergiebigkeit jedoch wieder eingestellt worden war. Erzgrube hat heute 164 Einwohner (Stand Ende 2013), mehrere gastronomische Betriebe und ist aufgrund der in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts angelegten Nagoldtalsperre ein Touristenmagnet.

Goldener Oktober
Goldener Oktober
Ortsbegrüßungsschild
Ortsbegrüßungsschild

Der Burgstall bei Erzgrube
Etwa 500 m von Erzgrube entfernt liegt südwestlich der Straße nach Besenfeld der Kirchbühl. An seinem Fuße befinden sich die Reste einer rätselhaften Burganlage. Die Bergnase, die zwischen der Nagold und dem Bernbach liegt, ist nach oben gegen den übrigen Kirchbühl durch einen Graben abgetrennt.

Unterhalb des Grabens erhebt sich ein rundlicher Erdwall. Ersteigt man diesen Wall, so kann man zwei Gruben mit jeweils etwa 8 – 9 m Seitenlänge erkennen. Zwischen den Gruben bleibt ein schmales Stück Terrain wie eine Brücke. Das Mauerwerk, das zu dieser Burganlage gehörte, wurde mit der Zeit von den Bewohnern der umliegenden Orte abgetragen. Die Steine fanden beim Bau der Sägmühlen im Nagoldtal Verwendung.

Die Burg und auch die kleine Siedlung und Kirche, die in ihrer Nähe vermutet werden, müssen sehr alt sein. Möglicherweise war die Burg schon zur Zeit der Gründung der hiesigen Orte und des Klosters Reichenbach (1082) abgängig. In einer Markungsbeschreibung von Besenfeld aus dem Jahre 1521 wird „das alt Burgstall uff dem Kirchbühel“ genannt. Der Überrest der Burg wurde also schon damals als alt bezeichnet (Burgstall bedeutet Burgstelle und nicht etwa Pferdestall o.ä.). Wer die Herren über die Burg, die Kirche, von der sich die Bezeichnung Kirchbühl ableitet, und die zugehörige Siedlung waren, ist nicht überliefert. (Literaturhinweis: Freudenstädter Heimatblätter, IX. Bd. Nr. 16 vom 29.10.1964)

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